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Freie Wähler beschäftigen sich mit Hausärzteprotest

Es ist fünf vor zwölf

Viele der 8000 bayerischen Hausärzte kämpfen ums Überleben. Die

flächendeckende Hausärzteversorgung wird in einigen Jahren, vor allem im

ländlichen Raum zusammenbrechen, wenn die Rahmenbedingungen der

Gesundheitspolitik nicht geändert werden.

Die Protestveranstaltung in Nürnberg zeigt deutlich: Die Hausärzte erwägen

einen kollektiven Austritt aus der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und

wollen selbst mit den Krankenkassen Verträge abschließen, weil sie sich zu

wenig vertreten fühlen und mit den derzeitigen Vergütungen und dem

Arbeitsanfall ihrer Praxen nicht mehr halten können. Nachfolger sind nur

schwer zu finden, einige Ärzte wandern ins Ausland ab.

Bernhard Kasper und die Fraktion der Freien Wähler:

"Es ist fünf vor zwölf für eine flächendeckende Hausärzteversorgung. Wir

sind den Hausärzten dankbar, dass sie mit dieser Veranstaltung die

Bevölkerung wach gerüttelt haben, bevor alles zu spät ist. Die

gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen müssen so geändert werden, dass

die Hausärzte und niedergelassenen Fachärzte weitermachen können mit einem

auskömmlichen Einkommen. Als Mittelständler garatieren sie schließlich

auch Arbeitsplätze."