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Ortsbegehung ICE-Baustelle Ebensfeld

ICE und kein Ende

 

Die Vollsperrung der Bahnstrecke im kommenden Jahr wird unsere Region enorm belasten

Die neunmonatige Vollsperrung der Bahnstrecke zwischen Lichtenfels und Bamberg, Zeitraum 11. Januar 2016 bis zum 4. September 2016, nahm die Vorstandschaft des FW-Kreisverbandes sowie des Ortsverbands Ebensfeld/Kehlbachgrund nochmals zum Anlass, ein Gespräch mit Verantwortlichen der Deutschen Bundesbahn zu führen. Vor Ort in Ebensfeld, standen der verantwortliche Projektingeniur, Christoph Anhalt, von der DB ProjektBau GmbH, und von der DB AG Kommunikation, Frank Kniestedt, Rede und Antwort.

Kreisvorsitzender Klaus Kasper begrüßte zu diesem Ortstermin neben den Verantwortlichen der Bahn viele Mitglieder der Freien Wähler aus dem gesamten Landkreis sowie interessierte Bürger aus Ebensfeld. Auch der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler aus der Nachbargemeinde Zapfendorf, Stefan Kabitz, wohnte der Ortsbegehung bei.

Zunächst  führte der verantwortliche Projektingenieur Anhalt die Anwesenden zum Bahnhofsbereich und zur Ziegelstraße, wo zurzeit aktive Bautätigkeiten ausgeführt werden.

Im Anschluss wurde aber immer wieder die geplant Vollsperrung der Bahnstrecke zwischen Lichtenfels und Bamberg von den Anwesenden thematisiert. So kam die Frage auf, ob nicht eine phasenweise Öffnung der Vollsperrung planbar gewesen wäre. Anhalt entgegnete darauf, dass die Arbeiten dadurch auf einen Zeitraum von acht Jahren in Anspruch genommen hätten, was bei einigen fragwürdige Blicke auslöste.

Dass man bei der DB Regio Nordostbayern für eine Vollsperrung von neun Monaten und den damit einhergehenden Schienenersatzverkehr, der vor allem mit Bussen über die vorhandenen Straßen abgewickelt werden soll, noch keine Erfahrung hat, wurde seitens der Deutschen Bahn bestätigt. Den Landratsämtern der betroffenen Städte sei das Ersatzkonzept jedoch vorgestellt und mit ihnen abgestimmt worden. Hier fragten sich jedoch die Anwesenden, ob die hohen Belastungen, die sich für Berufspendler, Schüler, Behinderte und auch Touristen ergeben, zu diesem Zeitpunkt ausreichend beurteilt wurden.

Die Skepsis der Anwesenden, dass die Folgen der Vollsperrung durch die DB erfolgreich gelöst werden könne, wurde durch eine weitere Aussage des Projektingenieurs Anhalt deutlich vergrößert. So ist während der neunmonatigen Vollsperrung auch die Autobahn A 73 im Bereich Zapfendorf und Breitengüßbach für über ein Jahr teilgesperrt. Zudem käme eine zeitweise Vollsperrung der Staatsstraße 2197 zwischen Unteroberndorf und Zapfendorf.

Nach Meinung der Anwesenden könne unter diesen Bedingungen ein reibungsloser Schienenersatzverkehr mit der vorliegenden Konzeption nicht gewährleistet werden. Stattdessen käme es während dieser Zeit weiterhin zu massiven Verkehrsbehinderungen auf den Straßen, worunter jeder zu leiden hätte.

Die Freien Wähler möchten nun abklären, ob auch seitens des Straßenbauamtes Vorsorge getroffen wird, dass nicht noch zusätzlich auf diesen Strecken Straßen-reparaturen oder sonstige Einschränkungen, wie Pflegemaßnahmen durchgeführt werden.

In der Nachbesprechung innerhalb der Vorstandssitzung der FW wurde doch eine gewisse Kompromisslosigkeit der DB bei dieser Streckensperrung diagnostiziert und auch eine eventuelle Überforderung der Landratsamts- und Gemeindevertreter. Die Freien Wähler werden weiterhin die Bauarbeiten an der ICE Ausbaustrecke kritisch mitverfolgen und auf mögliche Missstände hinweisen.

 

Klaus Kasper

FW Kreisvorsitzender